Energieausweis

Der Energieausweis gibt Auskunft über die energetische Qualität eines Wohngebäudes. Seit 2009 ist die Ausstellung eines Energieausweises verpflichtend, wenn ein Gebäude verkauft, neu vermietet oder verpachtet wird.
 
Mit Hilfe des Energieausweises können Käufer oder Mieter schnell erkennen, ob ein Gebäude viel oder wenig Energie verbraucht. Sie können außerdem verschiedene Gebäude miteinander vergleichen. Der Gesetzgeber möchte so für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt sorgen.

Eigentümer wiederum können sich bei anstehenden energetischen Sanierungsmaßnahmen einen schnellen Überblick über den derzeitigen Energieverbrauch verschaffen.

Welche Informationen enthält der Energieausweis?

Der Energieverbrauchskennwert gibt auf einen Blick Auskunft über die Energieeffizienz des Gebäudes. Der Kennwert wird entweder durch eine technische Analyse der Gebäudehülle und des Heizungssystems (Bedarfsausweis) oder auf Grundlage der Heizkostenabrechnung der vergangenen drei Jahre (Verbrauchsausweis) berechnet.

Es gibt zwei Varianten des Energieausweises:

Welcher Ausweis für welches Gebäude?

Bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor Einführung der Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet wurden bzw. die noch nicht dem technischen Stand dieser Verordnung entsprechen, ist ein bedarfs-orientierter Ausweis Pflicht. Bei allen übrigen Wohn- oder Nichtwohngebäuden (z.B. Schulen, Büro- oder Geschäftsgebäude) kann der Eigentümer zwischen den beiden Ausweisarten wählen. Bei größeren öffentlichen Gebäuden besteht zudem eine Aushangpflicht.


Infoblatt zum Energieausweis als PDF zum Download