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Monitoring der Klimaschutzstrategie der Region Südlicher Oberrhein

Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hat sich im Jahre 2007 zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 den CO2-Ausstoß in der Region um 20 Prozent oder um 1,67 Mio. Tonnen pro Jahr zu reduzieren („Ziel 20“-Szenario). Zentraler Motor bei der Umsetzungsstrategie ist die „Strategische Partnerschaft zur Förderung regenerativer Energie und einer effizienten Energienutzung in der Region“, ein offenes Bündnis von über 150 Wirtschaftspartnern und mehr als 90 Kommunen und Kreisen. Die Strategische Partnerschaft hat sich im Januar 2010 zu dem Verein „Strategische Partner - Klimaschutz am Oberrhein e.V.“ weiterentwickelt.

 
Um den erreichten Fortschritt bei der Umsetzungsstrategie zu messen, wurden die Energieagentur Regio Freiburg und die Ortenauer Energieagentur Anfang 2009 beauftragt, gemeinsam ein vereinfachtes und mit vertretbarem Aufwand bzw. Ressourceneinsatz wiederholbares Monitoring-Verfahren für die Region zu entwickeln und für drei Jahre (2007, 2008 und 2009) beispielhaft durchzuführen.

Die wesentlichen Grundelemente dabei sind:

  • die überschlägige jährliche Erfassung von getätigten Investitionen in Energiespar-Maßnahmen, effiziente Anlagentechnik und Nutzung erneuerbare Energien.
  • die Abschätzung der jährlichen Energieeinsparung und der CO2-Reduktion.

 

Als Informationsquellen dienen hierfür leicht zugängliche Daten und Statistiken, z.B. von Förderprogrammen, sowie Umfragen bei Kommunen und Energieversorgern. Gleichzeitig sollen in einer Projekt- bzw. Anlagensammlung besonders gelungene und nachahmenswerte Maßnahmen und Erfahrungen dargestellt werden.


Monitoring-Bericht für die Jahre 2007 bis 2009


Im Februar 2011 präsentierten die Energieagentur Regio Freiburg und die Ortenauer Energieagentur den Monitoring-Bericht für die Jahre 2007 bis 2009.


Laut Zielsetzung müssten in den fünf Jahren 2005 bis 2009 bei einer linearen Entwicklung bereits 33 % des Einsparpotenzials erschlossen bzw. 555.000 t/a eingespart sein. Tatsächlich sind derzeit Maßnahmen erfasst, die auf eine Einsparung von rund 383.000 t/a oder 23 % schließen lassen.


Die Ergebnisse sind je nach Handlungsfeld sehr unterschiedlich: in den Handlungsfeldern Heizkesselerneuerung und Photovoltaik werden die Erwartungen bisher mehr als erfüllt. Auch das Handlungsfeld Solarthermie entwickelt sich sehr gut. Beim Wärmeschutz und der Geothermie liegt die bisher erfasste CO2-Reduktion etwas hinter dem Erwartungswert  zurück. Die Bereiche Wasserkraft, Windkraft und Biomasse bleiben noch weit hinter den Einsparpotenzialen zurück. Besonders im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung/ Blockheizkraftwerke (KWK/ BHKW) scheinen größere CO2-Reduktionen möglich. Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf. Speziellen Informationsbedarf gibt es zum Handlungsfeld Stromeinsparung, da die bisher untersuchten Datenquellen hier keine zufrieden stellende Aussagekraft haben.


Fazit: Um die Zielvorgabe bis 2020 zu erreichen, müssen die regionalen Anstrengungen deutlich erhöht werden. Die gesteckten regionalen Klimaschutzziele - 20 % CO2-Einsparung bis zum Jahr 2020 - sind angesichts der fortgeschrittenen Debatte und insbesondere der bundesweiten Ziele, z.B. den angestrebten CO2-Einsparungen von 80 % bis 2050 im Energiekonzept der Bundesregierung, nicht sehr ambitioniert. Die regionalen Ziele sollten neu diskutiert und ggf. mit höheren Gesamteinsparzielen neu festgelegt werden.

 

Weitere Informationen:
 Kurzfassung Monitoring-Bericht 2007-2009 (pdf)
 Best-Practice-Onlinekarte Klimaschutzmaßnahmen in der Region 
 Homepage Strategische Partner Klimaschutz am Oberrhein
 Homepage Regionalverband Südlicher Oberrhein
 Homepage Ortenauer Energieagentur