Gute Ergebnisse für die Region Süd-West im bundesweiten Projekt Stromsparcheck
Aktion des BMU für einkommensschwache Haushalte wird fortgesetzt.
Freiburg, 29.09.09. Die erste Phase des Projekts Stromsparcheck für einkommensschwache Haushalte ist bilanziert: In der Region Süd-West haben Langzeitarbeitslose an 13 Projektstandorten insgesamt 1.680 Haushalte zum Stromsparen erfolgreich beraten. Jeder Haushalt spart durchschnittlich 57 Euro Stromkosten pro Jahr.
Die Aktion Stromspar-Check ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes e.V. (DCV) und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD).
Die Aktion verfolgt mehrere Ziele: Den Stromverbrauch in einkommensschwachen Haushalten zu verringern und damit deren Kostenbelastung und die C02-Emmissionen zu reduzieren. Gleichzeitig werden Langzeitarbeitslose an ein zukunftsträchtiges Thema herangeführt, das dazu ermuntert, sich weiterzuqualifizieren und die eigenen Kommunikationsfähigkeiten zu stärken. Für die Haushalte sind die Beratungen und die installierten Soforthilfen in Form von Energiesparlampen und abschaltbaren Steckerleisten kostenlos. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.
Bis August 2009 wurden bundesweit in 61 Städten rund 11.100 Stromsparchecks in einkommensschwachen Haushalten durchgeführt. Für die Betreuung der Städte in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit insgesamt 13 Projektstandorten sind die Energieagentur Regio Freiburg GmbH, die KEA Karlsruhe und KliBA Heidelberg zuständig. Vor Ort werden sie unterstützt von zahlreichen Organisationen wie der Caritas, den jeweiligen Kommunen und teilweise auch von Energieversorgern.
Insgesamt haben Langzeitarbeitslose in der Region Süd-West im Projektzeitraum von Dezember 2008 bis August 2009 insgesamt 1.680 Haushalte über Möglichkeiten zum Stromsparen beraten. Im Schnitt hat jeder Stromsparhelfer 16 Beratungen durchgeführt. Die gesamt erzielten Einsparungen liegen für Strom bei 466 MWh und für Wasser bei 28.000 m³ pro Jahr. Durchschnittlich spart jeder Haushalt durch die Beratung jährlich 57 Euro (brutto) Stromkosten. Demgegenüber stehen Kosten für die installierten Soforthilfen von 56 Euro (brutto). Bei einer statischen Amortisationsbetrachtung zahlt sich diese Investition schon nach etwa einem Jahr aus.
Evelin Richter, Projektleiterin in der Energieagentur Regio Freiburg ist zufrieden mit den Projektergebnissen: „Das Projekt lief sehr zufriedenstellend für die beteiligten Haushalte und StromsparhelferInnen. Wir freuen uns, dass das Bundesministerium für Umwelt weitere Mittel für die Fortsetzung der Stromsparchecks bis Ende 2010 zugesagt hat“.
Entsprechend können die Beratungen fortgeführt werden. Teilnahmeberechtigt für eine Beratung sind alle Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Interessierte Haushalte aus Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz können sich unter www.stromspar-check.de über die teilnehmenden Städte informieren. Hier finden sie auch einen zuständigen Ansprechpartner, bei dem der kostenlose Check bestellt werden kann.
Informationen und Bildmaterial zum Projekt finden Sie unter www.stromspar-check.de




