Bundeskabinett beschließt neue Energieeinsparverordnung
Freiburg, 24.03.09 Die Bundesregierung hat die Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) beschlossen.
"Damit ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung unserer Klimaziele getan. Mit besserer Dämmung und Nachrüstung auf moderne Technik wird der Energieverbrauch von Gebäuden um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt. Das ist ein guter Tag für den Klimaschutz und gibt einen zusätzlichen Schub für das energieeffiziente Bauen in Deutschland", sagte Bundesbauminister Wolfgangiefensee.
"Mit der staatlichen Förderung für energieeffizientes Bauen, die wir gleichzeitig aufgestockt haben, rentieren sich die Investitionen auch wirtschaftlich. Damit haben die Menschen nicht nur komfortablere Wohnungen, sondern auch niedrigere Heizkostenrechnungen." Mit der Novellierung der Energieeinsparverordnung wird ein 2007 im "Integrierten Energie- und Klimaprogramm" gefasster Beschluss der Bundesregierung umgesetzt. Anforderungen an Neubauten werden ebenso angehoben wie die für die Modernisierung von Altbauten. Um den Baubeteiligten Zeit zur Anpassung an die neuen Regeln zu geben, wird die EnEV 2009 erst im Herbst in Kraft treten. Dann gilt: bis Ende 2011 müssen begehbare Geschossdecken gedämmt werden, wenn das Dach darüber ungedämmt ist, Nachtstromspeicherheizungen müssen ab dem Jahr 2020 schrittweise außer Betrieb genommen werden, und die Einhaltung der Vorschriften bei der Modernisierung von Gebäuden muss durch Nachweise von Seiten der Unternehmen bestätigt werden. Weitergehende Prüfvorschriften hatte der Bundesrat abgelehnt. Die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen bei heizungstechnischen Anlagen wird durch Sichtkontrollen der Bezirksschornsteinfegermeister überwacht.
"Wir sind derzeit pausenlos unterwegs, um den hohen Informationsbedarf zu decken, der durch die Änderungen entstanden ist", sagt der Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg, Rainer Schüle. "Nicht nur Gesetze und Verordnungen werden schärfer gefasst - wie zum Beispiel mit der Energieeinsparverordnung 2009 und das Erneuerbaren Energien Wärmegesetz - auch die Förderkreditprgramme der kfW-Förderbank und die Zuschussprogramme des Wirtschaftsministeriums wurden grundlegend runderneuert und teilweise drastisch verbessert." führt Schüle aus. Sich jetzt die richtigen Informationen zu organisieren und dann schnell zu handeln sei auf jeden Fall sehr ratsam, so sein Resümee.




