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2. Wettbewerbsrunde für Naturpark Südschwarzwald

 

 

Freiburg, 16.10.2008. Im Auftrag des Naturpark Südschwarzwald e.V. hat die Energieagentur Regio Freiburg einen Förderantrag zur Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb „Bioenergie-Regionen“ gestellt. Am 29. September wurde darüber in Berlin positiv entschieden: Jetzt kann die „100 Bioenergiedörfer-Kampagne“ in die zweite Runde gehen.

50 von 210 Bewerber haben sich beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) für die zweite Runde qualifiziert. Darunter ist auch die „100 Bio-Energiedörfer-Kampagne“, die von der Energieagentur Regio Freiburg und dem Naturpark Südschwarzwald ausgearbeitet wurde. Unterstützt wurde der Antrag unter anderem von der Arbeitsgruppe AG Energie des Naturparks, dem Förderverein Energie und Solaragentur fesa e.V., der Stiftung ecotrinova und dem Regionalversorger badenova. Im Projektzeitraum soll an insgesamt 100 Orten der Startschuss für einzelne Bioenergiedörfer und -stadtteile gegeben werden. Bioenergiedörfer sind Orte, die mindestens so viel Strom erzeugen, wie im Dorf verbraucht wird und den Wärmebedarf des Ortes mindestens zur Hälfte durch Biomasse decken.

Die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Landschaftsbild und Tourismus sind nicht ohne Konfliktpotenzial. Deshalb steht bei der 100 Bio-Energiedörfer-Kampagne im Vordergrund, bestehende Netzwerke und Kooperationspartnerschaften für eine Zusammenarbeit auszubauen. „Die Liste der Projektpartner ist lang“, betont Roland Schöttle, Geschäftsführer des Naturpark Südschwarzwald: „Von der Strategischen Partnerschaft Klimaschutz am Oberrhein und seinen Mitgliedern, über den 110 Städten und Gemeinden des Naturparks Südschwarzwald bis zur European Energy-Award Gemeinden wie Lörrach nehmen auch zahlreiche Umweltverbände teil.“

Die Voraussetzungen für Bioenergiedörfer sind im Südschwarzwald mit seinem überdurchschnittlich hohem Biomassepotenzial aus der traditionellen Land- und Forstwirtschaft günstig. Als Tourismusregion ist der Südschwarzwald traditionell gut aufgestellt und könnte sich mit einem eigenen Nachhaltigkeits-Profil zur Vorzeigeregion für ganz Europa entwickeln.

„Der Ökotourismus ist in der Stadt Freiburg bereits stark ausgeprägt, aber die Möglichkeiten im ländlichen Raum werden bislang für ein Standortmarketing noch zu wenig genutzt“ erklärt Rainer Schüle, Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg. „Neben der Biomasse könnten – wie diverse Untersuchungen zeigen – auch andere regenerative Energieträger wie Kleinwasserkraft, Windenenergie, Solarenergie und Geothermie in der Region noch stark ausgebaut werden.“

Ziel des BMELV-Wettbewerbes ist es, vorbildliche Konzepte zur Bioenergienutzung zu unterstützen. Den Schwerpunkt sollten die Bewerber dabei auf Netzwerk-, Kommunikations- und Bildungsmaßnahmen legen. Im Frühjahr des nächsten Jahres entscheidet dann eine unabhängige Fachjury darüber, welche 25 Regionen in einer nächsten Stufe in die engere Auswahl kommen und für die Umsetzung ihrer Konzepte mit je bis zu 400.000 Euro gefördert werden.

Weitere Informationen unter:

www.energieagentur-regio-freiburg.de und www.bioenergie-regionen.de

 

www.naturpark-suedschwarzwald.de

 

Für weitere Informationen:

Reiner Schüle
Geschäftsführer Energieagentur Regio Freiburg GmbH
Tel. 0761-79177-10, schüle(at)energieagentur-freiburg.de

Silke Tebel-Haas
Presse & Kommunikation Energieagentur Regio Freiburg GmbH
Tel. 0761-79177-16, tebel-haas(at)energieagentur-freiburg.de

Roland Schöttle

Geschäftsführer Naturpark Südschwarzwald e. V.

Tel.: 07676-9336-12; roland.schoettle(at)naturpark-suedschwarzwald.bwl.de