Handwerkskammer: Solarstrom – Nur effektiv mit richtiger Planung und Installation, Handwerk und Wissenschaft wollen Effizienz steigern
Freiburg. Jede dritte Solaranlage ist fehlerhaft oder
unzureichend geplant oder montiert. Zu diesem
Ergebnis kommt eine neue bundesweit bislang
einzigartige Studie des Fraunhofer Instituts für
solare Energiesysteme Freiburg in Zusammenarbeit
mit der Handwerkskammer Freiburg und dem
Energieversorger Badenova. Studie als Wegweiser
für Handwerker und Anlagenbetreiber zur
Effizienzsteigerung. Kooperation zwischen
Wissenschaft und Handwerk stärkt Standort.
Die Auswertung der Erträge durch das Fraunhofer-Institut
für solare Energiesysteme von rund 500
Solarstromanlagen im Großraum Freiburg brachte
erstaunliche Erkenntnisse ans Licht: Die Qualität der
Anlagen wird von Jahr zu Jahr besser. Gute Anlagen
liefern am Standort Freiburg jährlich 950 und mehr
Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Peakleistung.
Zugeständnisse durch suboptimale Platzierung der
Anlagen, Qualitätsmängel und unbemerkte
Betriebsausfälle können den Solarertrag aber erheblich
schmälern. Einfache Regeln zur Qualitätssicherung
garantieren sichere Renditen für die Investoren, wenn sie
eingehalten werden.
Aber auch das brachte die Studie zu Tage: Der
tatsächliche Ertrag der in der Solarregion Freiburg bisher
erbauten Anlagen bleibt teilweise erheblich unter der
optimalen Ausbeute zurück, weil Defizite bei wichtigen
Anlagenbedingungen wie Einzel-Standort, Ausrichtung
und Neigungswinkel der Solarzellen sowie die Qualität
und das Zusammenwirken der technischen
Komponenten zu deutlichen Ertragseinbußen führen
können.
Die Ergebnisse der Feldstudie wurden in
Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Freiburg
und dem regionalen Energieversorger Badenova in
einem bislang einzigartigen „Wegweiser für Handwerker
und Betreiber“ zusammengestellt.
„Damit haben wir eine Kooperation und einen Austausch
von Wissenschaft und Handwerk hergestellt, der bislang
einmalig sein dürfte“, so Kammergeschäftsführer
Johannes Burger.
Nach Ansicht von Burger geht es in Zukunft darum,
„Qualitätssicherung“ beim Zukunftsthema Solarenergie
im Handwerk zu leisten.
„Ohne die Arbeit der Fraunhofer-Gesellschaft, ohne das
wissenschaftliche Know-how wäre dies nicht leistbar“, so
Burger.
Die Handwerkskammer wird nun die Erkenntnisse der
Studie nutzen, um zusammen mit dem Fachhandwerk
die Qualität der handwerklichen Dienstleistungen Schritt
für Schritt zu verbessern.
„Mit dem ISE am Ort, profitiert das Handwerk von einer
Spitzenforschungseinrichtung und das ISE profitiert von
einem aktiven Netzwerk aufgeschlossener und
innovativer Handwerker“, so Burger.
Ansprechpartner für die Redaktionen:
Justus Kampp
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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