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Erfolgreiches Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ geht in die zweite Projektphase

 

Energieagentur Regio Freiburg ist Anlaufstelle für Antragsteller in Südbaden.

Freiburg, 11.05.05. Bis zu 80 Prozent des heutigen Energiebedarfs eines Bestandsgebäudes könnten durch Modernisierungsmaßnahmen und den Einsatz erprobter Techniken eingespart werden. Das ist ein Ergebnis der ersten Phase des Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“, das die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) im Herbst 2003 in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und der KfW Förderbank gestartet hat. Projektpartner sind die BASF AG und der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).

 

Anfang Mai wurde nun die zweite Phase gestartet. Bundesweit werden über 100 Sanierungsvorhaben gesucht, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. In Südbaden können sich interessierte Wohnungsbaugesellschaften, Sanierungsträger oder auch private Gebäudebesitzer direkt an die Energieagentur Regio Freiburg wenden, die die Antragsstellung unterstützt und die Projekte auf ihre Förderfähigkeit prüft.

 

Teilnehmen können alle Eigentümer von Wohnbestandsimmobilien, deren Gebäude vor 1979 errichtet wurden. Über 100 Sanierungsvorhaben in allen Teilen Deutschlands werden bis Anfang Dezember 2005 gesucht. „Wir schätzen, dass im Südwesten Deutschlands wieder wie in Phase 1 rund 50 Prozent der Objekte liegen werden“, gibt sich der Geschäftsführer der Energieagentur Region Freiburg, Rainer Schüle, zuversichtlich. Das Auswahlverfahren erfolgt nach dem Windhundprinzip. Die ersten 80 vollständigen Anträge, die von den Regionalpartnern überprüft und freigegeben werden, kommen in jedem Fall in den Genuss einer zusätzlichen Förderung. Aus den darüber hinaus eingehenden Anträgen werden von einem Sachverständigengremium zusätzlich die 30 besten Vorhaben ausgewählt.

 

Förderangebote und Konditionen

 

Die ausgewählten Projektteilnehmer erhalten zinsverbilligte Darlehen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Die Basisförderung erfolgt aus dem Gebäudesanierungsprogramm. Hier liegt der Förderzinssatz (effektiv) derzeit bei 1,7 Prozent, wenn Altbauten so saniert werden, dass für sie die Richtwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) eingehalten werden, die für vergleichbare Neubauten gelten. Es werden bis 250 €/m2 bewilligt.

 

Darüber hinaus können die Kreditvolumina erheblich aufgestockt werden, wenn die EnEV-Anforderungen übererfüllt werden. Es gibt dabei zwei Förderstufen: Level A gilt bei Unterschreiten der EnEV-Werte um 35 Prozent und Level B bei Unterschreitung um 55 Prozent. Je nach Objektgröße können zusätzlich folgende Kreditvolumina abgerufen werden:

 

Modellförderung Level A

150 €/m2 bei Wfl. < 300 m²

100 €/m2 bei Wfl. 300 m² - 800 m²

50 €/m2 bei Wfl. > 800 m²

 

Modellförderung Level B

200 €/m2 bei Wfl. < 300 m²

150 €/m2 bei Wfl. 300 m² - 800 m²

100 €/m2 bei Wfl. > 800 m²

 

Für den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung werden zusätzlich Kredite von 50 € pro m² Wohnfläche bereitgehalten.

 

Zusätzlich gewährt die KfW auf die Darlehen einen Teilschulderlass von 15 Prozent. Das heißt, nur 85 Prozent des bewilligten Kreditvolumens müssen an die KfW zurückbezahlt werden.

Die Antragsunterlagen mit den genauen Anforderungen und Förderkonditionen stehen im Internet als kostenloses Download unter: www.neh-im-bestand.de bereit.

 

Ein umfangreiches Infopaket inklusive Antragsunterlagen kann gegen eine Versandkosten-pauschale bezogen werden:

Deutsche Energie Agentur (dena)

Postfach 200458

13514 Berlin

Tel: 08000 736 734

Fax: 030-47611019

bestellung@zukunft-haus.info

 

Die Energieagentur Regio Freiburg GmbH ist regionaler Partner der dena. Hier können die Anträge aus Südbaden gestellt werden. Die Experten der Energieagentur prüfen die Anträge vorab und stehen für Beratungen zur Verfügung.

Regionaler Partner in Südbaden:

Energieagentur Regio Freiburg GmbH

Dipl.-Ing. Rainer Schüle (Geschäftsführung)

Dipl.-Ing. Evelin Richter (Projektingenieurin)

Solar Info Center, Emmy-Noether-Str. 2

79072 Freiburg

Tel. 0761-79177-10, Fax -19

neh-im-bestand@energieagentur-freiburg.de

www.energieagentur-freiburg.de

 

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Hintergrundinformationen:

 

Ungenutztes Potenzial

Mehr als die Hälfte des wirtschaftlich tragfähigen energetischen Einsparpotenzials bleibt bei Sanierungen ungenutzt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die das Forschungszentrum Jülich im Auftrag der dena erarbeitet hat. Eine Verbesserung der Sanierungseffizienz tut also Not, will Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen. Deshalb wurde die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen beauftragt, ein Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ zu entwickeln und durchzuführen, um die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes zu forcieren. Die erste Phase des Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ hat gezeigt, dass „es geht“. Der Primärenergiebedarf wurde im Durchschnitt um 82 Prozent auf Jahresverbräuche unter 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche gesenkt.

 

Echter Mehrwert für Hausbesitzer

Mit energetischen Sanierungen können Wohnungsbauunternehmen den Energiebedarf und Schadstoffausstoß und damit die Heizkosten ihrer Bestandsgebäude beträchtlich reduzieren. Aber nicht nur das: Sie tätigen eine echte Investition in die wirtschaftliche Zukunft ihrer Immobilien. Denn eine energieeffiziente Nachrüstung bedeutet langfristigen Werterhalt und erhöhten Wohnwert. Energetisch sanierte Bestandsimmobilien können ein echter Wettbewerbsvorteil sein.

 

Energieagentur Regio Freiburg

Die Energieagentur Regio Freiburg GmbH wurde 1999 von der Stadt Freiburg, dem Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg e.V. (fesa) und dem Verein Klimaschutzpartner im Handwerk e.V. gegründet. Die Gesellschaft berät private, gewerbliche und öffentliche Einrichtungen zu allen Fragen des Klimaschutzes, erstellt Energiegutachten und vermittelt Förderzuschüsse bei der Umsetzung von Umweltinvestitionen. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern werden Kampagnen zu Stromeffizienz und Wärmeeinsparung sowie zur verstärkten Nutzung von regenerativen Energiequellen durchgeführt. Hauptsponsor der Energieagentur ist die Volksbank Freiburg.

 

Weitere Informationen für die Presse:

Dipl.-Ing. Rainer Schüle

Geschäftsführer Energieagentur Regio Freiburg

Tel. 0761-79177-10