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Feldversuch zum Energiepass läuft noch bis Ende 2004

 

Freiburg, den 23.09.2004. Der bundesweite Feldversuch zur Einführung eines Energiepasses für Wohngebäude endet zum Jahresende. In dem von der Energieagentur Regio Freiburg betreuten Gebiet um Freiburg wurden mittlerweile mit der Ausstellung von über 40 Energiepässen Erfahrungen gesam-melt. Die Kunden äußern sich über das neue Instrument, das ab 2006 laut einer EU-Gesetzesnovelle zur Pflicht wird, sehr zufrieden.

Frau Löffler und Herr Tschorz mit dem Energiepass

Das Reihenmittelhaus in Haslach

Der Bundesgesetzgeber wird ab 2006 eine Energiepass-Pflicht für alle Wohn-gebäude einführen. Bei jedem Mieterwechsel oder Verkauf eines Gebäudes muss dann ein Dokument vorgelegt werden, dem der energetische Zustand des Gebäudes entnommen werden kann. Die Gebäude werden dabei in Ener-gieeffizienzklassen eingeordnet wie das bereits seit einigen Jahren bei Kühl-schränken oder Waschmaschinen der Fall ist. Die Label und Verfahren zur Erstellung der Energiepässe werden derzeit in einem bundesweiten Feldversuch getestet. Die Stadt Freiburg nimmt an diesem Feldversuch als eine von über 30 Testregionen teil. Mit der Betreuung der Koordinationsaufgaben hat sie die Energieagentur Regio Freiburg beauftragt. Die Energieagentur hat mittlerweile ein Beraternetzwerk mit 25 Energieberatern aufgebaut. Zu den Beratern gehören Handwerker, Schornsteinfeger, Ingenieure und Architekten, die entsprechende Qualifikationen nachweisen müssen.

Die Energiepässe werden im Rahmen der üblichen Energieberatungen (Ener-gie-Spar-Check mit Landeszuschüssen oder Vor-Ort-Energieberatung mit Bun-deszuschüssen) ausgestellt. Interessenten sollten sich aber baldmöglichst mel-den, da die Feldversuchfrist Ende des Jahres ausläuft.

 

Bislang wurden bereits über 40 Energiepässe ausgestellt. Durch die vorge-schlagenen Sanierungsmaßnahmen (z.B. Wanddämmung, Fensteraustausch und Heizungssanierung) wird der Energieverbrauch im Durchschnitt halbiert. Bei einigen Gebäuden wurden Einsparmöglichkeiten von über 90% ermittelt. Die ersten Auswertungen des Feldversuches zeigen, dass die Kunden mit dem neuen Instrument sehr zufrieden sind.

 

Marianne Löffler und Johannes Tschorz haben sich schon früh von der Ener-gieagentur wegen der geplanten Renovierung ihres Reihenmittelhauses in Frei-burg-Haslach beraten lassen. „Wir haben für die Beratungen einen Zuschuss von 300 Euro bekommen und können durch die vorgeschlagenen Maßnah-men unseren Energieverbrauch um zwei Drittel senken.“ freut sich Marianne Löffler. „ Das Beste ist aber, dass uns aufgezeigt wurde, was wir machen müs-sen, um weitere Zuschüsse und günstige Kredite zu erhalten. Wir werden rund 39.000 Euro investieren und finanzieren das über einen sehr zinsgünstigen Kredit der KfW, wodurch wir allein schon über 5.000 Euro Zinsen sparen. Da wir unser Haus auf einen so guten Standard bringen, wurde uns ein Teilschul-denerlass von 20% genehmigt und wir müssen 7.800 Euro des Kredites gar nicht zurückbezahlen. Ohne die Berater der Energieagentur hätten wir von diesen Möglichkeiten gar nichts gewusst.“

 

Weitere Informationen und eine Liste der Energiepassaussteller können ange-fordert werden unter 0761-79177-0.