Richtig heizen mit Holz
Nachdem der Winter so lange auf sich warten ließ, hat er in dieser Woche doch noch Einzug gehalten. Und je tiefer die Temperaturen fallen, desto höher klettern auch die Heizkosten. Um den seit Jahren steigenden Preisen fossiler Energieträger wie Erdöl und Gas zu entgehen, setzen immer mehr Verbraucher auf den heimischen, nachwachsenden Energieträger Holz. Dafür gibt es viele gute Gründe, nicht zuletzt der, dass die Holzverbrennung als klimaschonend gilt.
Eine wirklich energie- und schadstoffeffiziente Alternative sind Kamine und Kachelöfen allerdings nur dann, wenn sie richtig befeuert werden. Einen guten Brennwert hat Holz erst, wenn es weniger als 20 Prozent Restfeuchte enthält. Frisch geschlagenes Holz erreicht diese Schwelle nach etwa zwei bis drei jähriger trockener und luftiger Lagerung. Feuchtes Holz hingegen verbrennt durch das noch enthaltene Wasser nur unter hohen Energieverlusten und belastet die Umwelt durch eine deutlich höhere Schadstoffemission.
Gesetzlich verboten ist das Verfeuern von lackiertem oder beschichtetem Holz, Sperrholz, Spannplatten oder gar mit Holzschutzmitteln behandeltem Holz, wie zum Beispiel Obst- und Gemüsekisten oder Möbel.
Neben dem geeigneten Brennmaterial ist für eine saubere Verbrennung vor allem die Luftzufuhr wichtig. Zu wenig Luft führt zu einer unvollständigen Verbrennung und unter Umständen zu gefährlichen Schadstoffen. Zu viel Luft dagegen senkt die Temperatur im Feuerraum und reduziert den Wirkungsgrad.
Offene Kamine gelten zwar als gemütlich, sind energetsich gesehen aber völlig unbrauchbar für eine effiziente Beheizung.
Die beste Alternative sind Holz-Zentralheizungen und hier vor allem auf Basis von Pelletkesseln. In diesen verbrennt Holz deutlich energieeffizienter und schadstoffärmer als in Einzelöfen. Pellets haben eine sehr geringe Feuchte und können anders als ganze Holzscheite einer kontinuierlichen Verbrennung mit gezielter Luftzufuhr zugeführt werden. Es gibt bereits Pelletkessel, die mit dem blauen Engel ausgezeichnet sind. Mehrere Forschungsprojekte beschäftigen sich derzeit trotzdem noch immer damit, die Feinstaubemissionen der Pelletverbrennung weiter zu reduzieren. Denn die liegen im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen immer noch deutlich höher.
Autor: Energieagentur Regio Freiburg gmbH, Tel.: 0761-79177-10, www.energieagentur-freiburg.de




